BARCAMP
DIALOG UND DISKUSSIONSKULTUR
25. – 26. JULI
Am 25.–26. Juli 2026 fand im Wald bei Berlin das Barcamp „Dialog und Diskussionskultur“ statt.
An der Veranstaltung nahmen mehr als 30 Personen teil — Russlanddeutsche aus Berlin, Vertreterinnen und Vertreter verschiedener russischsprachiger Communities der Stadt sowie Teilnehmende mit unterschiedlichen kulturellen, beruflichen und persönlichen Hintergründen. Die Veranstaltung bot Raum für Begegnung, Austausch, Vernetzung und die Stärkung der Beziehungen zwischen verschiedenen Gruppen der russischsprachigen Community Berlins.

Die Diskussionen des Barcamps drehten sich um Fragen wie: „Wie kann man mit Menschen sprechen, deren politische Ansichten man nicht teilt?“, „Kann KI dabei helfen, die komplexen Zusammenhänge der deutschen Politik besser zu verstehen?“, „Wo liegt die Grenze zwischen einer konstruktiven Diskussion und einem sinnlosen Streit?“, „Wie kann man aufhören, sich in einem neuen Land fremd zu fühlen?“ und „Integration oder Verlust der eigenen Identität: Wo verläuft die Grenze?“.

Zu Beginn des Programms fand eine Pitch-Session statt: Die Teilnehmenden stellten ihre Ideen und Themen vor, anschließend stimmten alle gemeinsam über die interessantesten Vorschläge ab. Auf dieser Grundlage wurden die Themen für die weiteren Arbeitsgruppen ausgewählt.

Vor Beginn der Sessions fanden interaktive Formate zum Kennenlernen und zur Teambildung statt — die Spiele „Zoom“ und „Offene Diskussion“. Im Rahmen der letzteren tauschten die Teilnehmenden ihre Positionen zu sozialen, politischen und demokratischen Fragen aus, bildeten Gruppen mit ähnlichen Ansichten und diskutierten konstruktiv miteinander.

Im Laufe des Tages fanden drei Runden von Barcamp-Sessions statt. Die Teilnehmenden konnten frei wählen, welche Themen sie interessierten, und zwischen den Gruppen wechseln.

Auf dem Programm standen folgende Sessions: „Karte kultureller Unterschiede“, „Praxisworkshop Verhandlungen“, „Geschichten der Entstehung von Mini-Communities in Deutschland“, „Mehrsprachigkeit, Seelenverwandtschaft, Kreativität (Plurilingualism – Encounter – Creative Self)“, „Logische Fehler in der Kommunikation“ sowie „Wie findet und gewinnt man Fördermittel in Deutschland“.

Neben dem offiziellen Programm bot die Veranstaltung Gelegenheit zu informellem Austausch und zur Stärkung der Gemeinschaft. Ein Teil der Teilnehmenden blieb über Nacht, wodurch die Gespräche und Begegnungen auch außerhalb des offiziellen Programms fortgesetzt werden konnten.

Während des Aufenthalts in der Natur konnten die Teilnehmenden Rehe, Waschbären, Störche und Falken beobachten. Einige nutzten auch die Gelegenheit zum Schwimmen im See.
Am Abend wurde das Programm am Lagerfeuer fortgesetzt: Die Teilnehmenden grillten Marshmallows, sangen Lieder mit Gitarrenbegleitung und tauschten sich unter dem Sternenhimmel und dem Licht des fast vollen Mondes aus.

Das Barcamp zeigte, wie verschiedene Formate des Austauschs und der aktiven Beteiligung dazu beitragen können, Dialogkultur zu entwickeln, eine aktive Nachbarschaft zu stärken und neue Verbindungen zwischen der russlanddeutschen Community Berlins und anderen russischsprachigen Communities der Stadt zu schaffen.
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