Beten. Verführen. Bereuen.
Wie in der Kunst der Renaissance die Frauenbilder geformt wurden

Viele moderne Vorstellungen von Weiblichkeit – oft stereotyp, widersprüchlich und manchmal offen misogyn – haben ihren Ursprung in der Epoche der Renaissance. Die Malerei dieser Zeit erzählt uns weniger vom tatsächlichen Leben der Frauen, sondern vielmehr von den Idealen, Ängsten und Fantasien ihrer Epoche.

Wer ist sie, die Frau in der Kunst des 15. und 16. Jahrhunderts?

Die Heilige – Symbol der Reinheit und irdische Verkörperung der Muttergottes? Die Muse – Quelle der Inspiration und Objekt der Begierde? Oder die Sünderin – Verführerin, die Bestrafung verdient?

Im Vortrag diskutieren wir, warum Künstler immer wieder zu diesen Bildern zurückkehrten und welchen Einfluss sie auf die Vorstellungen von Weiblichkeit insgesamt hatten. Außerdem versuchen wir, den eigenen weiblichen Blick auf sich selbst, auf den eigenen Platz im Leben und in der Kunst bei den ersten Künstlerinnen der italienischen Renaissance zu entdecken.

Maria Sterligowa
📍Wann: 14. März um 19:00 Uhr

📍Adresse: Bodo-Uhse-Bibliothek, Erich-Kurz-Straße 9, 10319 Berlin.

📍Veranstaltungssprache: Russisch