Die 1920er-Jahre waren im deutschen Kino eine Zeit genialer Entdeckungen und mutiger Experimente. Das Kino als Kunstform befand sich noch immer in der Entwicklung, und deutsche Regisseure widmeten sich seiner Erforschung mit doppeltem Elan. Auf der Leinwand fanden sowohl das Trauma der Niederlage im Ersten Weltkrieg als auch die Begeisterung für die „Goldenen Zwanziger“ mit ihrer ungezügelten Freiheit und die Vorahnung einer künftigen Katastrophe – der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten – Ausdruck.
Im Mittelpunkt stehen die wichtigsten Entdeckungen des deutschen Expressionismus der 1920er-Jahre und die Frage, wie heutige Filmschaffende sie bis heute einsetzen. Wie Sonnenlicht begann, Vampiren auf der Leinwand den Tod zu bringen, warum ein Oger aus einem amerikanischen Animationsfilm Shrek heißt und von welchen Drachen sich die Schöpfer von „Game of Thrones“ inspirieren ließen – all das erfahren Sie in diesem Vortrag.
Ksenia Reutova
Journalistin, Filmkritikerin und Expertin für deutsches Kino