Vernunft, Gefühl und Wahnsinn in der europäischen Kunst
Science Salon

29. Mai um 18:30 Uhr

Am 29. Mai 2026 fand in der Bodo-Uhse-Bibliothek im Rahmen des Science Salons der Vortrag „Vernunft, Gefühl und Wahnsinn in der europäischen Kunst“ statt. Gemeinsam beschäftigten sich die Teilnehmenden mit einem der wichtigsten Trends der europäischen Kultur – der Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen.


Zusammen mit der Kulturwissenschaftlerin und Expertin für Geschichte und Theorie der Weltkultur, Maria Sterligova, betrachteten die Teilnehmenden das Thema aus einer ungewohnten Perspektive. Sie entdeckten, dass der Wahnsinn in der Geschichte der europäischen Kunst häufig als Gegenbild zum Ideal der Aufklärung – dem vernünftigen Menschen – diente. Europa bewegte sich vom Mystizismus zur Vernunft, wandte sich von den Emotionen ab und kehrte später erneut zur Aufwertung des Irrationalen zurück.


Gemeinsam mit der Referentin widmeten sich die Teilnehmenden den Darstellungen des Bedlam-Hospitals in den Werken von William Hogarth sowie den Dämonen William Blakes. Außerdem gingen sie der Frage nach, ob die Strömungen der frühen Avantgarde – Expressionismus, Dadaismus und früher Surrealismus – zur Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen und zur Anerkennung einer „anderen“ Sicht auf die Wirklichkeit beigetragen haben.

WIE ES WAR
Maria Sterligova
📍Wann: 29. Mai um 18:30 Uhr

📍Adresse: Bodo-Uhse-Bibliothek, Erich-Kurz-Straße 9, 10319 Berlin

📍Veranstaltungssprache: Russisch
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