Vernunft, Gefühl und Wahnsinn in der europäischen Kunst
29. Mai um 18:30 Uhr
Eine der wichtigsten europäischen Tendenzen ist die Entstigmatisierung psychischer Störungen. Wir möchten dieses Thema aus einer unerwarteten Perspektive betrachten. In der Geschichte der europäischen Kunst dient der Wahnsinn oft als Kontrast zum Ideal der Aufklärung – dem rationalen Menschen. Europa bewegte sich vom Mystizismus zur Vernunft, lehnte Emotionen ab und kehrte dann wieder zur Betonung des Irrationalen zurück. In der Veranstaltung werden wir uns den Bildern von Bedlam von William Hogarth, den Dämonen von William Blake zuwenden und auch versuchen, die Frage zu beantworten: Haben die Strömungen der frühen Avantgarde – Expressionismus, Dada, früher Surrealismus – dazu beigetragen, das Stigma abzubauen und einen „anderen“ Blick auf die Realität zuzulassen?
Maria Sterligova
📍Wann: 29. Mai um 18:30 Uhr

📍Adresse: Bodo-Uhse-Bibliothek, Erich-Kurz-Straße 9, 10319 Berlin

📍Veranstaltungssprache: Russisch
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