Am 29. Mai 2026 fand in der Bodo-Uhse-Bibliothek im Rahmen des Science Salons der Vortrag „Ist eine Universalsprache möglich?“ statt.
Der Linguist und Experte für theoretische Semantik und Lexikografie Boris Iomdin berichtete den Teilnehmenden über die Versuche von Linguistinnen und Linguisten, Philosophinnen und Philosophen, Mathematikerinnen und Mathematikern sowie sprachbegeisterten Menschen aus aller Welt, die seit Jahrhunderten versuchen, eine Universalsprache zu entwickeln – eine Sprache, die die gesamte Menschheit leicht verstehen könnte. Obwohl es weltweit mehr als 7.000 Sprachen gibt, Hunderte Millionen Menschen Fremdsprachen lernen, Zehntausende sie unterrichten und Tausende Übersetzungs-Apps entwickeln, entstehen aufgrund von Sprachbarrieren und Missverständnissen nach wie vor täglich Verständigungsprobleme.
Anschließend lud der Referent das Publikum dazu ein, Texte in Sprachen zu entschlüsseln, die im Rahmen solcher Versuche bereits entwickelt wurden, um zu prüfen, ob sie sich tatsächlich auch ohne Vorkenntnisse verstehen lassen.
In einer lebhaften Diskussion gingen die Teilnehmenden schließlich den spannenden Fragen nach: „Ist eine Universalsprache möglich? Wird es eine solche Sprache in der Zukunft geben?“